„Gruppensieger, Gruppensieger…“ skandierten die Spieler des RSV Altenbögge II nach dem 37:27 (19:13)-Heimsieg in der Handball-Kreisliga über den TV Beckum vor heimischem Publikum in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums.

Dass der Gastgeber nicht mehr von Platz eins zu verdrängen ist, war allerdings vorher schon klar. Der Vorsprung des RSV betrug vor dem Spieltag mit 19:3 bereits acht Punkte, Verfolger TuS Overberge hatte nur noch drei Spiele zu absolvieren, hätte also maximal noch sechs Zähler einfahren können. Der Dritte Anröchte kann auf maximal 16 Punkte kommen. Ihr letztes Saisonspiel bestreiten Trainer Sascha Feldhaus und die Mannschaft eben dort am 23. April.

Zehn Tore Unterschied im Spiel gegen den Tabellenletzten, das sagt viel über die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Teams auf der Platte aus. Aber es steht ebenso für die Dominanz der Altenbögger in ihrer Kreisliga-Gruppe. „Ja“, gab auch der ansonsten eher zurückhaltende Coach zu. „Der Gruppensieg ist verdient. Wir haben alle an einem Strang gezogen“, blickte Feldhaus auf seinen Kader aus Routiniers und den ehemaligen A-Jugendlichen.

Im letzten Saisonspiel führten die Altenbögger schnell mit 3:0. Sich auf vier Tore abzusetzen, schaffte der Gastgeber allerdings erst in der 19. Minute (11:7). Bis zur Pause waren es dann sechs Treffer Vorsprung.

Nach dem Wechsel zogen die „Roten Teufel“ innerhalb von fünf Minuten auf 27:17 davon, zwischenzeitlich führten die Gastgeber mit 13 Toren (53., 37:24). Feldhaus nutzte die Überlegenheit zu Experimenten, spielte zeitweise mit zwei Kreisläufern und einer hoch stehenden Deckung.

Bis zu den Final Four wird es jetzt dauern. „Ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, diese Finalrunde auf den Vatertag zu legen“, wunderte sich Feldhaus über den Termin der Halbfinalspiele. Das Finale ist einen Tag später für den 27. Mai angesetzt. Das bis dahin sechs Wochen Pause zu überbrücken sind, stört ihn weniger. „Wir kennen diese Pausen ja aus dem Saisonverlauf, werden gut trainieren und versuchen, die Spannung hochzuhalten.“

Gegner in der „Final-Four“-Entscheidung um den einzigen Aufstiegsplatz in die Bezirksliga werden die beiden Kamener Vereine TuS Westfalia und VfL sein. Wer als Zweiter im Halbfinale gegen den RSV spielt, ist hingegen noch offen. Die Kamener liegen mit je zwei Minuspunkten gleich auf.

RSV: Barenhoff (1.-30.), Bötgger (31-60.) – Jablonski (8/2), Weige (7), Renzing (4), Altner (4), Nitsch (3), Lakony (3), Isenbeck (2), Eikel (2), Schröder (1), Kräenfeld (1), Patrick Breulmann (1), Boltzt (1)