Tim Baeck stemmte sich als einer der wenigen gegen die Niederlage. FOTO: WOLLEK Ein böses Erwachen gab es im Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga für die A-Junioren der RSV Altenbögge. Ohne Verlustpunkt waren sie zum Zweiten SG Menden Sauerland Wölfe gefahren und kehrten mit einer 15:27 (8:12)-Packung zurück. „Das war ein maximal gebrauchter Tag“, sagte Trainer Thomas Wollek: „Die Niederlage geht auch in der Höhe voll in Ordnung.“

Zu Beginn war diese hohe Pleite nicht zu erahnen. Zwar tat sich Altenbögge gegen die starke Abwehr der Mendener, die Nick Epp komplett aus dem Spiel nahmen, schwer, hatte aber über Felix Isenbeck eine Lösung gefunden. Der Rechtsaußen markierte in der ersten Viertelstunde drei der fünf Treffer des RSV. Doch diesen Weg ließen die Bönener in der Folge meist ungenutzt. „Wir haben uns im Rückraum verwurschtelt“, kritisierte Wollek. Überhaupt der Rückraum: „Nur vier Tore sind ein Armutszeugnis“, erklärte Wollek, der seiner Mannschaft einen ideenlosen Auftritt bescheinigte. Aufgrund der lautstarken Heimfans sei er zudem nicht mit seinen Ansagen durchgekommen. Die Partie blieb aber dennoch offen. Nach 27 Minuten lag Altenbögge nur 8:10 zurück, fing sich aber zwei Gegentore zum 8:12 Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang lief dann nichts mehr zusammen. Menden warf Treffer um Treffer, während der RSV gerade einmal auf fünf Tore kam und eine der höchsten Pleiten kassierte, seitdem die Mannschaft zusammenspielt. Menden, das vor Wochenfrist seine erste Niederlage kassierte hatte, liegt in der Tabelle nun aufgrund des direkten Vergleichs vor Bönen vorne. „Mit so einer Einstellung kann man kein Spiel gewinnen“, sprach aus Wollek die „pure Enttäuschung“. Der Trainer blickte aber bereits voraus: „Wir haben eine Watsche gekriegt, jetzt müssen wir den Mund abputzen und weitermachen.“

RSV: Wollek, Barenhoff – Korkowski, Epp, Weige (2), Vogt (5/4), Isenbeck (4), Baerck (2), Kräenfeld, Eikel, Jablonski (1), Miebach, Schröder