Der neue Vorstand des RSV Altenbögge. FOTO: LIESEGANGBeim RSV Altenbögge wird sich künftig einiges tun. Die 26 Mitglieder in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend bestätigten mit der Wiederwahl des Vorsitzenden Karsten Schilling den eingeschlagenen Kurs der vergangenen zwei Jahre. Und zudem genehmigten sie mit der vom Vorstand vorgeschlagenen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge die Stärkung der Jugendarbeit im Verein. Schilling eröffnete die Versammlung in der Vereinsgaststätte Denninghaus mit einem Statement.

„Dieser Vorstand wurde ja aus der Not geboren“, erinnerte er, „und ich muss sagen, die vergangenen zwei Jahre waren nicht einfach.“ Die Jugendarbeit sei „im gehobenen Segment“ erfolgreich gewesen, spielte der Vorsitzende auf die aktuelle A-Jugend an. „Aber wir müssen die anderen mitnehmen.“ Die Ansage hatte einen konkreten Hintergrund. Der Handballverein will die Jugendarbeit professioneller gestalten. Lizensierte Trainer sollen die einzelnen Bereiche betreuen. Aktuell stellt der Verein sechs Juniorenteams (A, 2xC, 2xD, E) und verzeichnete bei den Minis einen enormen Zuwachs von acht auf 22 Kindern. Übungsleiter Niklas Dickschatt habe offensichtlich den richtigen Ton gefunden. „Aber er kann und soll das nicht weiter alleine beaufsichtigen“, forderte Schilling mehr Elternbeteiligung. Zur Deckung der Kosten der Trainerfortbildungen und des Engagements von lizensierten Trainern schlug der Vorstand die gestaffelte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vor: Erwachsene sollten im halben Jahr 56 statt 50 Euro zahlen. Sechs Euro mehr rief der Vorstand auch für Minderjährige und Familien auf. Der Hintergrund: Der Verein erhofft sich durch diese Kostengestaltung mehr Familien im Verein, da die Summe der Einzelbeiträge Erwachsener und Jugendlicher höher sei. Das bedeute insgesamt mehr Mitglieder, eben die der gesamten Familie, erklärte die stellvertretende Geschäftsführerin Nicole Aderholz und somit mehr Fördergelder. Aus der Versammlung kamen Bedenken. Bernd Lublow blickte auf die Kostenstruktur anderer Bönener Vereine und regte eine prozentuale Erhöhung an, die die Jugendlichen entlaste. Matthias Czok unterstützte mit dem Argument, dass Eltern, die mit Handball nichts am Hut hätten, auch nicht eintreten würden, wenn der Familienbeitrag günstiger sei. Der Gegenvorschlag, dass Erwachsene 58 Euro zahlen sollten, Jugendliche 33 und Familien 90 fand in der Abstimmung keine Mehrheit, das Modell des Vorstand wurde angenommen. „Wir können es in einem Jahr ja wieder ändern“, sieht Schilling die Finanzierung nicht in Stein gemeißelt. Bei den Vorstandwahlen ergaben sich einige Änderungen. Geschäftsführerin Carola Schrupkowski stellte sich nicht zur Wiederwahl. Tino Stracke wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt. Michael Warias macht als Stellvertreter Schillings auch nicht weiter, Nachfolger wurde Thomas Klein. Für Thomas Wollek übernimmt Dennis Geckert den Posten des zweiten Kassierers. Wollek selbst folgt Volker Schrupkowski als Jugendleiter. Mit der Änderung im Vorstandsteam erfolge auch eine strukturelle, erklärte Schilling. Stracke und Wollek sollen in erster Linie die sportliche Seite ihrer Ämter abdecken sollen. Auf Aderholz käme somit mehr Arbeit zu. Schriftführerin wurde deswegen ist Anja Shabani.